Himmel und Erde

Der Himmel gibt all seine Liebe und Zärtlichkeit durch Wind, Sonne und Regen der Erde. Die Erde nimmt von Ihm und genießt die grenzenlose Liebe des Himmels, die Sinne verschmelzen, sie nimmt auf, das schönste aller Gefühle breitet sich in ihr und auf ihrem Körper aus und bringt neues daraus hervor. Ihre grenzenlose Schönheit kommt zum Vorschein. Sie vertraut. Sie liebt und nährt den Himmel wiederum, besänftigt seine Ungestümtheit. Ihre ganze Weichheit und Güte wird ihm zuteil. Er ist von Ihr gestillt und wahrhaft geliebt. Es gibt keine Ängste mehr, tiefes Vertrauen, grenzenloses aufeinander einlassen. Und doch ist der Himmel unabhängig mit all seiner Stärke und Macht und Zärtlichkeit und die Erde als die Mutter aller, sanft, gütig, selbstbewusst und sicher. So nähren sie sich gegenseitig und sind doch so verschieden von einander.

Maria Bischoff

(bezogen auf das Bild "Der Kuss" von Gustav Klimt)